Konto für Grenzgänger: Sparen mit den richtigen Banken

Konto für Grenzgänger: Sparen mit den richtigen Banken

Hohe Gebühren plus Wechselkursrisiko: Auf Grenzgänger warten in Sachen Banking einige Fallstricke.

Auf was müssen Grenzgänger achten?

Grenzgänger, die in der Schweiz oder in Liechtenstein arbeiten und in Österreich leben, stehen vor einer besonderen Situation.

In der Regel entscheiden sich Grenzgänger dafür, ein Gehaltskonto in Liechtenstein oder der Schweiz bei einer dort ansäßigen Bank zu eröffnen. Auf dieses Konto wird dann vom Arbeitgeber monatlich das Gehalt ausbezahlt. Gleichzeitig führen sie jedoch auch ein Privatkonto in Österreich, wo sie die meisten ihrer Ausgaben tätigen.

Bankkonto in Österreich

Einer der größten Vorteile eines Bankkontos in Österreich für Grenzgänger ist, dass österreichische Banken das Konto in Euro führen. Grenzgänger tätigen in der Regel die meisten Transaktionen im Wohnsitzland und profitieren von niedrigen Gebühren für Überweisungen, Abhebungen und Kontoführung bei einer Bank im Inland.

Weiters ist eine bestehende Beziehung zu einer österreichischen Bank dann förderlich, wenn der Kunde eine größere Anschaffung plant und einen Kredit benötigt. So werden z. B. Kredite für den Kauf einer Wohnung (Immobilienkredite) in der Regel nur von Banken im Inland angeboten.

Für Grenzgänger, die in Österreich wohnen, aber zeitweise einen Teil ihres Gehalts in einen EU-Drittstaat weiterleiten, erleichtert ein Bankkonto in Österreich dieses Vorhaben, da viele Banken im Euro-Raum kostenlose Transaktionen anbieten.

Bankkonto in der Schweiz/in Liechtenstein

Doch reicht es, nur ein Bankkonto in Österreich zu führen und sich darauf das Gehalt aus dem Ausland auzahlen zu lassen? In der Praxis ist dies in der Regel nicht möglich. Oft bestehen die Arbeitgeber in Liechtenstein und der Schweiz darauf, die Lohnzahlungen auf ein Gehaltskonto im jeweiligen Land zu tätigen. Zudem liegt dies auch im Interesse des Arbeitnehmers, da er so direkt vom CHF-Gehaltskonto in Liechtenstein oder der Schweiz Einkäufe tätigen kann.

Immer weniger Banken in Liechtenstein und der Schweiz bieten Konten für Personen mit Wohnsitz im Ausland an. Bei diesen Konten sehen sich Banken mit erhöhten regulatorischen Anforderungen konfroniert, welche die Führung dieser Konten in der Praxis teurer machen. Manche Banken haben jedoch Ausnahme-Regeln für Personen mit wirtschaftlichem Bezug zu Liechtenstein oder zur Schweiz, was auch für Grenzgänger gilt.

Überweisung CHF-Konto -> Euro-Konto

Für die Überweisung vom Franken- auf das Euro-Konto sind drei Faktoren erheblich: Die Überweisungsgebühren vom abgehenden Konto, der Wechselkurs sowie die Spesen auf dem eingehenden Konto. Hier bieten auf den Schweizer Markt spezialisierte Banken in Vorarlberg spezielle Grenzgänger-Konditionen an. Mit einer klugen Banken-Auswahl können Grenzgänger so mehrere hundert Euro pro Jahr sparen.

Fazit

Für Grenzgänger bietet es sich als an, zwei Konten zu führen: Ein Privatkonto in Österreich für die täglichen Ausgaben und ein Konto in der Schweiz oder in Liechtenstein für den Empfang der Gehaltszahlungen. Bei den Kontogebühren für beide Konten und bei den Transfergebühren lohnt es sich die Konditionen von mehreren Banken zu vergleichen.

Fragen und Antworten

Welche Schweizer Banken bieten Grenzgänger-Konten an?2023-01-20T21:42:20+01:00

Zu den Banken mit einem Angebot an Grenzgänger-Konten gehören die St.Galler Kantonalbank, die Alpha Rheintal Bank, UBS, Migros Bank, Raiffeisenbank und weitere.

Wo können Schweizer Franken in bar in Euro getauscht werden?2023-01-20T21:46:48+01:00

Ausgewählte Banken bieten mittlerweile den jederzeit möglichen Tausch von CHF-Banknoten in Euro und von Euro in CHF an Bankomaten an. Diese befinden sich oft im unmittelbaren Grenzgebiet.

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